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Gelassen im Homeoffice
Ihr Coaching vom SPIEGEL
Sonntag, 1. Februar 2026
Anne Otto

Liebe Leserin, lieber Leser,

schon kleine Arbeitsunterbrechungen senken den Stresspegel. In zwei Übungen lernen Sie, Erschöpfungssignale wahrzunehmen – und auf diese zu hören.

Arbeiten Sie im Homeoffice? Schon länger? Oder erst seit der Coronapandemie?

Wissenschaftlich untersucht wurde die Heimarbeit jedenfalls schon lange vor Pandemie, Lockdown und Homeoffice-Pflicht. Klar ist: Wer zu Hause arbeitet, hat eher das Gefühl, Kontrolle über den Job zu haben, als jene, die in die Firma fahren. Sie sind zufriedener und einsatzbereiter. Und sie sind zu Hause, wenn die Kinder aus der Schule kommen, sie können in der Mittagspause eine Runde mit dem Hund drehen und sind insgesamt flexibler. Arbeitgeber, die Homeoffice ermöglichen, sind attraktiver als solche, die eine Präsenzpflicht vorsehen.

Auch die Pendelzeit fällt weg, aber: Dafür arbeiten Menschen im Homeoffice deutlich mehr, sodass sie im Ergebnis nicht mehr Freizeit haben. Und mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird es dann auch schwierig. Die Heimarbeit hat also auch Kehrseiten.

Das Trainingsprogramm von SPIEGEL Coaching kann Ihnen dabei helfen, die Arbeit im Homeoffice gut und vor allem für Sie passend zu gestalten. Die Psychologin und Trainerin Julia Scharnhorst hat es gemeinsam mit SPIEGEL Coaching entwickelt. Scharnhorst berät Unternehmen zu Fragen des betrieblichen Gesundheitsmanagements und zur Burn-out-Prävention

Zum Weiterlesen: Pausen und Phasen der Erholung sind kein Luxus, sondern dringend notwendig, um im Gleichgewicht zu bleiben. Die Psychologin Denise Busch-Kabori sagt im Interview mit SPIEGEL+: »Wenn wir keine Pausen machen, dann ist unser System irgendwann einfach so erschöpft, dass es Pausen erzwingt.« Das ganze Interview finden Sie hier (S+).

In diesem Coaching werden Sie immer wieder aufgefordert, Notizen zu machen. Daher ist es keine schlechte Idee, diese in ein Journal einzutragen – dann können Sie auch immer wieder nachlesen, was Sie aufgeschrieben haben, und zurückblättern.

Und nun – geht es los!

Eine der wich­tigs­ten Stell­schrau­ben für ent­spann­tes Ar­bei­ten sind Pau­sen. So banal es klingt – viele Men­schen hal­ten sich weder im Groß­raum­büro noch im Ho­me­of­fice an sin­nige Aus­zei­ten und igno­rie­ren Er­schöp­fungs­si­gna­le. Die bei­den fol­gen­den Übun­gen hel­fen Ihnen da­bei, an kurze Ar­beits­un­ter­bre­chun­gen tat­säch­lich zu den­ken.

Übung 1: Stift fal­len las­sen

Dass kurze Pau­sen einen hohen Er­ho­lungs­wert ha­ben, be­to­nen Ar­beits­psy­cho­lo­gen seit Jahr­zehn­ten. Ver­su­chen Sie des­halb in der kom­men­den Wo­che, die Kraft der klei­nen Aus­zei­ten zu nut­zen. Ma­chen Sie bei der Ar­beit – ob zu Hause oder in der Firma – min­des­tens alle 60 bis 90 Mi­nu­ten eine Pause von fünf Mi­nu­ten. Falls Sie dazu nei­gen, das zu ver­ges­sen, stel­len Sie sich einen Timer auf dem Smart­pho­ne. Wich­tig: In der Kurz­pause soll­ten Sie einen Be­las­tungs­wech­sel vor­neh­men: Wer am Bild­schirm sitzt, sollte seine Pause nicht am Handy ver­brin­gen, son­dern bei­spiels­weise auf dem Bal­kon ein Glas Was­ser trin­ken oder in der Küche die Spül­ma­schine aus­räu­men. Nur wer kör­per­lich ar­bei­tet, darf sich hin­set­zen, das Handy zücken oder Zei­tung le­sen. Wer viel Kun­den­kon­takt hat oder lange in On­li­ne­mee­tings sitzt, sollte die Stille su­chen oder Musik hö­ren. Ex­pe­ri­men­tie­ren Sie mit den Mini-​Un­ter­bre­chun­gen. Und re­gis­trie­ren Sie am Ende des Ar­beits­ta­ges, was sich in Ihrem Stress­emp­fin­den ver­än­dert, wenn Sie auf Pau­sen ach­ten.

Übung 2: Fühl den Rhyth­mus

Ver­spann­ter Nacken, Ab­lenk­bar­keit, Un­ru­he, Mü­dig­keit, Kopf­schmer­zen oder miese Laune – oft zei­gen Kör­per und Geist uns, dass wir eine Pause brau­chen. Eine Faust­re­gel be­sagt: »Wenn du spür­st, dass du eine Pause brauchst, ist sie be­reits über­fäl­lig.« Des­halb geht es in die­sem Schritt dar­um, im Ar­beit­sall­tag immer dann eine Kurz­pause zu ma­chen, wenn Sie sich da­nach füh­len. Also: Ach­ten Sie auf Ihre kurz­fris­ti­gen Er­schöp­fungs­si­gna­le, und neh­men Sie diese ernst. Falls Sie fürch­ten, dass dies alle paar Mi­nu­ten der Fall sein könn­te, seien Sie un­be­sorgt: Die meis­ten Men­schen ma­chen trotz Auf­for­de­rung und Vor­satz eher zu we­nige als zu viele Pau­sen.

Pro­bie­ren Sie eine der Übun­gen eine Woche lang aus. Über­le­gen Sie an­schlie­ßend: Hat sich etwas ver­än­dert, und wenn ja, was? Wie gest­resst oder ent­spannt füh­len Sie sich nun? Tragen Sie Ihre Erkenntnisse gern in Ihr Notizbuch ein.

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