gerade wenn es schwierig wird, neigen wir dazu, Themen zu verdrängen. Doch sich den Themen zu stellen, ist ein allererster Schritt, um konstruktiv mit ihnen umzugehen.
Sie wären gern gelassener und zugleich authentisch. Schönfärberei ist nicht Ihr Ding, aber Sie möchten auch nicht mehr gedanklich in Katastrophen abdriften. Dann sind Sie bei diesem Training richtig.
Denn hier lernen Sie, Ihren Akzeptanzmuskel zu stärken. Vermutlich haben Sie schon lange selbst bemerkt: Themen zu verdrängen, schafft zwar eine gewisse Erleichterung. Aber es kostet auch viel Kraft. Authentisch zu leben, bedeutet deshalb, die Dinge zu sehen, wie sie sind. Die Guten ebenso wie die Schwierigen. Denn erst dann können wir anfangen, für Probleme und Sorgen Schritt für Schritt gute Lösungen zu finden.
Die Ärztin, Psychotherapeutin und Autorin Dr. Mirriam Prieß hat bei der Entwicklung dieses Trainingsprogramms von
SPIEGEL Coaching unterstützt und erklärt: »Letztlich geht es immer um Beziehung. Wenn es uns gelingt, eine gute Beziehung zu uns selbst aufzubauen und mit Interesse und auf Augenhöhe in Kontakt mit unserer Umwelt zu sein, werden wir auch schwierige Zeiten Schritt für Schritt souverän meistern.«
Das bedeutet, dass ein wichtiger Schritt zu mehr innerer Stärke über unsere Wahrnehmung führt. Denn nur, wenn wir überhaupt wahrnehmen, was in uns selbst los ist, können wir eine gute Beziehung zu uns selbst aufbauen. Dies wiederum ist die Grundlage für die gute Beziehung mit anderen.
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Und viel Freiheit geben (S+).
Die erste, sehr einfache Übung, ist deshalb eine Beobachtungsaufgabe. Halten Sie genau jetzt einmal kurz inne. Fragen Sie sich: Wie geht es mir gerade? Sie müssen diese Frage nicht tiefsinnig beantworten. Es geht schlicht darum, sich selbst in den Fokus der Wahrnehmung zu rücken und mitzubekommen, was gerade in einem los ist. Vielleicht schließen Sie dazu kurz die Augen und horchen einmal in sich rein.
Fühlen Sie sich gerade wohl? Oder brauchen Sie eigentlich eine Pause? Haben Sie Hunger? Durst? Möchte Ihr Körper sich gerne bewegen? Oder sehnen Sie sich nach Ruhe?
Achten Sie heute einmal bewusst auf Ihre Bedürfnisse. Diese Leitfragen helfen Ihnen:
Woran merken Sie, dass Sie eine Pause brauchen?
Welches Signal zeigt Ihnen, dass Sie Hunger haben?
Woran erkennen Sie, dass Sie sich langweilen?
Viele Menschen nehmen nicht die Erschöpfung, die Langeweile oder den Hunger wahr, sondern eher die Folgen. Sie werden ungeduldig oder schlecht gelaunt, wenn sie notwendige Pausen oder Mahlzeiten auslassen. Oder wenn sie zu lange in einer unguten Situation verharren.
Nehmen Sie Ihre Bedürfnisse heute und im Rest dieser Woche ernst. Das heißt:
Wenn Ihnen kalt wird, ziehen Sie sich etwas über oder kochen Sie sich einen warmen Tee.
Wenn Ihnen Gesellschaft zu viel wird, suchen Sie einen ruhigen Ort auf und verbringen Sie zumindest ein paar Minuten allein. Wenn Ihr Körper sich steif anfühlt, stehen Sie auf und bewegen Sie sich. Achten Sie auf regelmäßige Essenszeiten, Pausenzeiten und ausreichend Schlaf.
Wie geht es Ihnen damit, Ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen?
Uns selbst wahrzunehmen und mit Respekt zu behandeln, ist sozusagen die Grundübung mentaler Stärker und innerer Ruhe. Vielleicht machen Sie sich diesen kleinen Check zur Gewohnheit und fragen sich immer mal wieder im Laufe eines Tages: Wie geht es mir gerade eigentlich?
Wichtige Grundbedürfnisse sind: Schlaf und Hunger. Das Bedürfnis nach Nähe und Distanz. Das Bedürfnis, sich selbst auszudrücken und sich zu verwirklichen, sowie das Bedürfnis nach Freiheit und Selbstbestimmung. Das Bedürfnis nach Aktivität und Phasen der Ruhe. Das Bedürfnis nach Wertschätzung und Wirksamkeit. »Zu erkennen, wer ich bin, und dies anzuerkennen, das zeichnet Augenhöhe und Respekt in Bezug auf sich selbst aus«, sagt die Psychotherapeutin Mirriam Prieß.
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