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Streitigkeiten klären
Ihr Coaching vom SPIEGEL
Sonntag, 1. Februar 2026
Anne Otto

Liebe Leserin, lieber Leser,

ein gutes Betriebsklima ist für viele Menschen wichtig, sie gehen dann gern zur Arbeit. Doch nicht immer hat man zu allen im Team und zur Chefin oder zum Chef einen guten Draht. In diesem Coaching lernen Sie, mit anderen fair und kompetent zu kommunizieren, auch wenn Sie mit diesen einen Konflikt haben.

Spannungen gibt es in jedem Team. Aber manchmal wird eine Grenze überschritten, Emotionen eskalieren, eine Situation kippt. In diesen Momenten entstehen oft Zerwürfnisse, denen jahrelange Feindschaft folgt. Wenn Sie aber sofort deeskalieren, dämmen Sie den Schaden ein. In diesem ersten Schritt des Coachings »Streitigkeiten klären« finden Sie das Handwerkszeug für solche Notfallsituationen.

Erkennen, dass es brennt

Wenn Konflikte im Job unsachlich und emotional ausgetragen werden, wird schnell eine Grenze überschritten. Im Team oder in Besprechungen sind dann plötzlich alle wachsam und angespannt. Man spürt: Das hier ist nicht richtig! Unten finden Sie nun zunächst eine Liste mit Stichworten, mit deren Hilfe Sie erkennen können, wann ein Streit im Job aus dem Ruder läuft. Lesen Sie die Punkte in Ruhe durch, und überlegen Sie in einem ersten Schritt, welche Situationen in Ihrem Berufsleben Ihnen dazu einfallen.

SPIEGEL Coaching 1/2022 : Manchmal möchten wir im Leben etwas verändern, um glücklicher oder auch gesünder zu werden. Doch es ist nicht immer leicht, den richtigen Weg zu finden – also den Weg, der tatsächlich zu uns passt. Hier unterstützt Sie SPIEGEL Coaching mit sechs praxisnahen und einfachen Trainingsprogrammen aus ganz unterschiedlichen Bereichen des Alltags.

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  • Der Ton verändert sich so, dass man erschrickt.

  • Eine Person schreit oder weint.

  • Es fällt eine persönliche Beleidigung.

  • Der Konflikt ist so präsent, dass keiner sich auf die Arbeit konzentrieren kann.

  • Eine Person verlässt wütend den Raum.

  • Mehrfacher Schlagabtausch hin und her: »Das stimmt so nicht.« – »Doch, das stimmt.«

  • Es fallen Abwehr-​ und Verteidigungssätze wie »Das lasse ich mir nicht sagen«.

Zum Weiterlesen: Freunde zu haben, ist schön. Aber wenn die Freundin gleichzeitig die Chefin ist, kann es Konflikte geben. Die Soziologin Leoni Link erklärt im Interview, wie man seine Freundschaft schützt (S+).

Helikopterblick einnehmen

Sobald etwas aus dieser Liste in einer Interaktion auftaucht, lohnt es sich, sofort in den Modus »Notfallkommunikation« zu schalten, egal ob Sie Beteiligter oder Zuschauer sind. Nehmen Sie vehement eine Haltung der Allparteilichkeit ein, indem Sie wie aus dem Helikopter auf die Situation als Ganzes sehen.

Wer schuld ist, wer was getan oder gesagt hat, ist nebensächlich. Benennen Sie, dass etwas schiefgeht, zum Beispiel mit dem Satz: »Alle sind aufgeregt, wir kommen hier nicht weiter.« Signalisieren Sie, dass Sie alle Positionen als gleichberechtigt akzeptieren, etwa indem Sie sagen: »Jeder sollte seine Sicht darlegen können. Das ist gerade nicht möglich.« Schlagen Sie das weitere Vorgehen vor, etwa: »Wir sollten uns alle abkühlen – eine Pause machen. Morgen versuchen die Betreffenden, die Situation sachlicher zu klären.«

Beim nächsten Mal

Denken Sie nun an eine Situation zurück, in die Sie in Ihrem Team verwickelt waren oder die Sie beobachtet haben. Versuchen Sie jetzt als eine Art Trockenübung, die Helikopterstrategie auf die damalige Situation anzuwenden. Schreiben Sie dazu ein paar Sätze auf, die Sie hätten sagen können.

Tipp: Achten Sie auf die nächsten Situationen im Job, die im roten Bereich liegen. Probieren Sie dann sofort, mit der Helikopterstrategie zu deeskalieren!

Ihr Team von SPIEGEL WISSEN

Eine Übersicht über das gesamte Angebot von SPIEGEL Coaching finden Sie hier.

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